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MARI BOINE FANCLUB
Boine schaut zurückOslo (ANB-NTB): – Ich sollte nicht lächeln, wenn ich mit der Trommel stehe, sagt Mari Boine. Herausgegeben : 05.02.2009 –Weil das nicht gut ist, sagt sie. Die Trommel ist das Instrument der Noaide (samische Schamanen), diese fordert Ernst und Respekt. Aber dann erscheint doch ein Lächeln. Sie freut sich auf ihre neue akustische Tournee, «Unter nordlichen Sternen» genannt, die demnächst stattfindet. Diese fängt am Samefolkets Tag, nächsten Freitag an und während der Konzerte wird Boine zusammen mit der Religionshistorikerin Brita Pollan und der Joiksängerin Inga Juuso «Hinter die Kulissen ihrer Musik», wie sie es nennt, einen Blick werfen lassen, dort wo ihre Songs entstanden sind. Die Bestandteile sind samische Legenden und Anekdoten darüber, wie die Missionäre im 18. Jahrhundert «das Volk des Teufels» kennenlernten, von Pollan erzählt, Boines ehemalige Songs und die Musik, die sie für «Kautokeino-Rebellion» machte, und das Joiken von Juuso. – Inga und Brita haben viel für Glaubt an Humor
Boine hat in den 20 vergangenen Jahren ein breites Publikum geschafft, seit ihrem Durchbruch mit «Gula Gula». Kurz vor Weihnachten wurde sie als Professorin in Musikwissenschaft an der Hochschule in Nesna eingestellt, neulich war sie in Südafrika, um Materiell für eines neues Album aufzunehmen, das im Herbst erscheinen wird. Aber zuerst schaut sie auf ihren eigenen Ursprung zurück. Obwohl die Reise durch die samische Kultur und Geschichte während des Konzerts scheinen kann ernsthaft zu sein, zumindest wenn Brita Pollan ihre Erzählungen, kurze Geschichte und Anekdoten darüber, erzählt wie die Samen von Missionären und Pfarrern wie «das Volk der Teufel selbst – im Norden» beschrieben werden – trotzdem kommen auch das Lachen und die Ironie an die Oberfläche. Zum Beispiel, wenn die Religionshistorikerin einen gut gebildeten aber doch unwissenden Verfasser zitiert, der meinte dass es der Teufel selbst gewesen sein soll der die Rentiersamen zwang immer wieder umzuziehen, ihre Häuser zu verlassen, die Stümpfer. Dann fliessen die drei Bestandteile gut und gleichgestimmt zusammen. – Ja, es tut gut zu lachen. Vielleicht müssen wir da lachen, um weiter kommen zu können, ich glaube sehr an Humor, sagt Mari Boine. Es bildete uns
Aber sie wird schnell wieder ernsthaft und macht darauf aufmerksam, wie das Bild von «einem demonischen Volk», das den Samen aufgedrängt wurde, zu ihrer Bildung beigetragen hat. – Es kriegte uns soweit uns minderwertig zu fühlen, und die Norweger soweit uns als zweitklassig zu betrachten. Das ist immmer noch so, sagt Boine und fügt hinzu: – Ich hörte neulich eine Diskussion über den Snåsamann und das auch was Gunnar Ballo über Blutstillen sagte, eines was von uns gut verstanden wird. Da nahm ein Arzt teil, der so eine Arroganz und Angst gegenüber dem zeigte, was anders ist, dass ich mir dachte «sind wir nicht weiter gekommen?». Denn es war – und ist – die Angst vor dem, was anders ist, die dahinter steckt, die Angst dass die eigene Kultur einer Person nicht die einzige Antworte auf alles ist. Brita Pollan nickt “ja” und sagt, dass wir über die Vorstellungen über Samen vom 18. Jahrhundert lachen können, aber dass wir nicht viel weiter gekommen sind, in der Weise so dass wir andere Kulturen als minderwertig sehen. – Åsne Seierstads Buch über einen Buchhändler in Kabul ist eine repräsentative Haltung der Missionäre gegenüber anderen Kulturen im 18. Jahrhundert, sagt sie forsch. Pollan und Boine begegneten sich im Jahre 2002. Da erschien das Buch der Religionshistorikerin «Noaidier», mit ergänzendem Titel «Geschichten über samische Schamanen». Bei der Einreichung trat Mari auf. Der Kontakt zwischen den zwei wurde inzwischen so gut, das sie mit der Entwicklung einer Zusammenarbeit weiter gangen.
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© Created 23/03/2008 |
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Updated 15/02/2009 |