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Wilde Frau: – Von Zeit zu Zeit bin ich eine wilde Frau, insofern als ich die Kraft einer Frau nach vorne kommen lasse und diese nicht verberge, sagt Mari Boine. Freitag gibt sie ein Konzert in der Kirche von Hattfjelldal. (Bild: Arne Forbord) Die wilde Frau BoineMari Boine ist eine wilde Frau und benutzt ihre Kraft, wenn sie Musik macht. Durch Snorre Sjøvoll Publiziert: 16.02.2009 Während drei Jahre haben die Veranstalter des Seminars für wilde Frauen in Sijti Jarnge daran gearbeitet, Boine mitarbeiten zu lassen. Dieses Mal ist es ihnen gelungen und Boine freut sich, auf Besuch zu kommen. – Ich hatte schon früher Lust, mitzumachen, aber es passte nicht in den Zeitplan. Jetzt bin ich froh, mitmachen zu können, es ist toll, dass man die Kraft einer Frau in den Brennpunkt setzt. Von Zeit zu Zeit bin ich eine wilde Frau, insofern als ich die Kraft einer Frau nach vorne kommen lasse und diese nicht verberge. Mari Boine hat manchmal erfahren, dass es nicht immer sehr geschätzt wird, dass Frauen ihre innerliche Kraft benutzen und ihre eigenen Wege gehen. – Ich wuchs in einem christlichen Milieu in Karasjok auf, in einer Gemeinschaft, wo Frauen schweigen und unterworfen sein mussten. Durch meinen Gesang habe ich Aufruhr gegen diesen Gedanken in bezug auf Frauen verursacht. Das wurde nicht immer geschätzt. Ich bin eigene Wege gegangen, auch das wurde nicht geschätzt, wenn man das aus historischer Perspektive von den letzten 2000 Jahren betrachtet. Da denke ich zuerst an die Zeit der Inquisition, eine Zeit, da starke Frauen mit eigener Meinung, die sich nicht zu unterworfenen Frauen formen ließen, auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, sagt Boine. Sie meint, dass sowohl Männer wie Frauen die Kräfte benutzen müssen,die sie in sich haben. – Ich glaube, dass es wichtig ist, dass Menschen beiderlei Geschlechts sowohl ihre frauliche als männliche Seite benutzen, ich glaube an die Ströme von sowohl fraulicher als männlicher Kraft. Eben mit einer Jugend in einem puritanischen Milieu, erzählt Mari Boine, dass sie aus einer matriarchalischer Gemeinschaft kommt. – Bei uns hatte der Mann großen Respekt vor der Frau und ihrer Wissenschaft und Erfahrung, einen Respekt, den ich versuche, in meiner Musik zu übertragen. Das Ziel von Boines Aufruhr gegen das “Anwendungdenken” und die Rolle der Frauen in der ganzen Gesellschaft war nicht zu reizen. – Das Ziel war, Menschen bewusst zu machen. Ich versuche zu sagen, dass das Weibliche einen Platz auf jedem Gebiet haben muss. Wir bekommen eine bessere Gesellschaft, wenn jedes Geschlecht seine eigene Kraft haben darf. Mein Ausganspunkt ist, keinen zu reizen, aber es gibt immer noch Milieus, wo man stille und unterworfene Frauen haben will. Und in solchen Milieus betrachtet man mich noch als provozierend, denkt sie. Freitagabend gibt Mari Boine ein Konzert in der Kirche von Hattfjelldal, in Zusammenhang mit dem Seminar für wilde Frauen. Sie hat zwei Musiker und Religionshistorikerin Brita Pollan bei sich. – Wir beschäftigen uns diesen Frühling mit einer akustischen Tournee wegend der Konzerte des Reiches, wobei Pollan Geschichten als Hintergrund für meine Musik erzählt. Wir haben Songs von allen meinen CDs und einen von meiner neuen CD, die im Herbst erscheinen wird. Wir werden überall ganz gut empfangen, also kann Hattfjelldal sich auf das Konzert nur freuen.
Quelle: http://www.helgeland-arbeiderblad.no/kultur/article4131445.ece |
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© Created 23/03/2008 |
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Updated 20/02/2009 |